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Romane aus und um Asien - Ostasien.net
Robert van Guliks Romanzyklus um Richter Di Renjie
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Ein trüber Frühlingsmorgen. Drei junge Männer sitzen in einer Schenke vor den Toren von Chang'an (das heutige Xi'an). Sie feiern Abschied: Einer der drei macht sich auf nach Nordosten, an die Küste. Er soll dort das Amt als Bezirksrichter übernehmen, statt, wie seine Freunde, eine Karriere am Hofe von Kaiser Gaozong anzustreben.
"Ich habe es Euch doch schon gesagt, ich habe es satt Kriminalfälle nur auf dem Papier zu studieren", begründet der angehende Bezirksrichter von Penglai seinen Entschluss. Und deshalb verlässt er im Frühjahr 663 die vertraute Umgebung, die Familie, die Freunde - begleitet nur von Wachtmeister Hong, der schon der Diener seines Vater war und darauf bestanden hat, seinem Schützling beizustehen. Erst dreizehn Jahre später, im Jahr 676 wird Di Renjie wieder nach Chang'an zurückkehren - im Rang des Präsidenten des obersten Gerichtshofes. Doch bis dahin muss der viele Kriminalfälle in den verschiedensten Ecken des Reiches zu lösen. Fast 20 Jahre begleitet der Leser den Helden des Romanzyklus von Robert van Gulik (1910 - 1967).
Richter Di ist ein Sherlock Holmes des alten China, der seine Fälle in erster Linie durch kühles Analysieren der Fakten löst. Bei handfesten Auseinandersetzungen verlässt er sich auf seine beiden Gehilfen, Qiao Tai und Ma Yong. Doch wenn es drauf ankommt, kann sich Di durchaus auch seiner Haut erwehren - mit den Fäusten und mit seinem berühmten Schwert "Regendrachen". Das müssen auch Qiao Tai und Ma Yong erfahren, als die beiden "Brüder vom grünen Wald" den Richter um seine Habe erleichtern wollen, sich dann aber geschlagen geben müssen. Nach der Niederlage entschließen sie sich, das Dasein als ehrliche Räuber gegen das von Gerichtsgehilfen einzutauschen. - Die Brüder vom grünen Wald genossen übrigens im alten China hohes Ansehen bei der einfachen Bevölkerung, die sie häufig vor der Willkür von Beamten und Reichen schützten. Viele Geschichten rankten sich um diese Bruderschaften, etwa der Klassiker "Die Räuber von Liang Shan Moor". - Die Truppe komplettiert Tao Gan. Der ehemaliger Falschspieler und Spezialist für das Öffnen von Schlössern ohne Schlüssel und jedwede Art von geheimen Türen schließt sich Richter Di während der Ermittlungen um die Verschwörung in Hanyuan an.
Di Renjie (630 - 700) ist eine historische Persönlichkeit aus der Tang-Dynastie (618 - 906). Er wurde dadurch bekannt, dass er sich nach dem Tod der Kaiserin Wu Jiao für die Wiedereinsetzung der Herrscher-Dynastie der Tang einsetzte. Während seine politische Laufbahn ganz gut dokumentiert ist, sind seine Kriminalfälle jedoch kaum überliefert. Robert van Gulik, holländischer Diplomat und Sinologe, hatte 1949 ein klassisches Werk über den Richter ins Englische übersetzt (deutsch: "Merkwürdige Kriminalfälle des Richters Di"), bevor er begann, eigene Richter Di-Krimis zu schreiben, die er zudem selbst illustriert hat (wenn auch im Stil der Ming-Zeit). In seinen Werken adaptierte Gulik vielfach Kriminalfälle aus der klassischen chinesischen Literatur. Auch ein anderes Handlungselement übernahm er aus der Tradition: Wie die Protagonisten der klassischen chinesischen Krimis muss auch Richter Di in jedem Buch drei Fälle lösen, die jedoch oft miteinander in Zusammenhang stehen. Die Kurzgeschichten in den beiden Bänden "Richter Di bei der Arbeit" und "Der Affe und der Tiger" behandeln hingegen jeweils nur einen Fall.
Übrigens, so verrät der holländische Krimiautor Janwillem van de Wettering, Guliks Freund und Biograph ( "Robert van Gulik. Ein Leben mit Richter Di"), pflegte Robert van Gulik nach einigen Genever zu gestehen: "Richter Di bin ich." (wp)
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Geisterspuk in Peng-lai
Zürich: Diogenes, 1988. 224 Seiten. 7,90 Euro
So hatte sich der junge Di sein erstes Amt als Richter wohl nicht vorgestellt: Nicht nur, dass er den Mord an seinem Amtsvorgänger in Penglai aufklären muss. Schon bald geschehen weitere Morde in dem Ort nahe der Grenze zu Korea. Auch einer seiner Schreiber ist seit einiger Zeit spurlos verschwunden, ebenso wie die Ehefrau eines der Honoratioren.
Schon bald beschleicht den erfahrenen Krimileser der Verdacht, dass die Morde, das Verschwinden einiger Personen sowie die Angriffe auf den Richter und seine streitbaren Gefährten in Zusammenhang stehen - und er ist damit dem Richter zunächst einen Schritt voraus. Doch während der Leser noch grübelt und versucht, die einzelnen Verdachtsmomente zu einem Ganzen zusammenzusetzen, findet Di mit seinem genauen Beobachtungsvermögen und seinem scharfen analytischen Verstand die verblüffende Lösung des Falls, dessen Auswirkungen sogar in der Hauptstadt zu spüren sind.
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Richter Di bei der Arbeit
Zürich: Diogenes, 1990. 240 Seiten. 7,90 Euro
| Dieser Band enthält acht Kurzgeschichten über kleinere Fälle, die Richter Di auf verschiedenen Stationen seiner Laufbahn gelöst hat. Im Gegensatz zu den Romanen, in denen Di meist mehrere Straftaten (oder vermeintlich mehrere, die sich am Ende als eine herausstellen) aufklärt, drehen sich die Kurzgeschichten immer nur um ein einziges Verbrechen, das
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Fünf glückbringende Wolken
Richter Di sitzt mit mehreren Geschäftsleuten zusammen als einer von ihnen die Nachricht erhält, seine Frau habe sich umgebracht. Di nimmt die Ermittlungen auf. Doch schon bald kommen ihm Zweifel: Ist der Tod von Frau He wirklich Selbstmord? Eine Weihrauchuhr bringt ihn auf die Lösung.
Tod in der Festung
In der Garnison nahe der Bezirkshauptstadt wird ein Offizier ermordet. Der Schuldige scheint schnell gefunden. Doch Richter Di kommt wegen einer fehlenden Akte einem Mordkomplott auf die Spur.
Er kam mit dem Regen
Rätsel um einen Toten im Sumpfland außerhalb der Stadt. Eine Zeugin sagt aus, der Tote sei ein Regengeist, der sie immer besucht habe, und schwarze Kobolde hätten ihn getötet. Oder hat der Mord doch ganz un-metaphysische Gründe?
Mord am Lotosteich
Richter Di ist ratlos: Ein alternder Poet wird in seinem Garten ermordet, doch niemand scheint ein Motiv für den Mord zu haben. Ein tierischer Zeuge bringt den Richter schließlich auf die Spur des Täters.
Zwei Bettler
Es ist der Tag des Laternenfestes, der letzte Tag der Neujahrsfeierlichkeiten. Richter Di hat die guten Wünsche der Honoratioren Puyangs empfangen und will sich gerade zum Festessen mit seiner Familie begeben, als Wachtmeister Hong ihm die Nachricht vom Tod eines Bettlers überbringt. Offensichtlich ein Unfall - der Tote war kopfüber in eine Grube gefallen. Doch kaum ist der Wachtmeister aus dem Raum, als der Geist des Toten durch Zimmer das Richters schwebt. Di beherzigt den Wink aus dem Jenseits und beginnt zu ermitteln. Noch vor dem Abendessen kann er den Mörder des Bettlers dingfest machen und das Rätsel des Geistes entschlüsseln.
Das falsche Schwert
Qiao Tai und Ma Yong, die Gehilfen von Richter Di, haben sich eben zum Essen niedergelassen, da passiert auf der Straße vor ihrem Lieblingsrestaurant ein Unfall: Der Sohn einer Gauklerfamilie stirbt während des Auftritts. Sein Vater hat ihn statt mit einem Trickschwert mit einer echten Waffe durchbohrt. Hat der Vater die beiden Waffen verwechselt? Oder war der Unfall in Wirklichkeit ein Mord?
Die kaiserlichen Särge
Ausnahmezustand in der Westprovinz: Die Tataren sammeln sich zu seinem Angriff. Der Kaiser hat seinen Oberbefehlshaber in den Westen geschickt, um die Verteidigung zu organisieren. Doch eine Verschwörung in den eigenen Reihen bedroht seine Bemühungen. Mit einem archimedischen Trick verhindert Di die Verschwörung, die den Sieg der Tataren herbeigeführt hätte, und rettet en passant einem zu Unrecht Verurteilten das Leben.
Blutiger Neujahrsabend
Dis letzter Fall in Lanfang: Am letzten Abend des Jahres kommt ein Junge ins Gericht, um ein Verbrechen anzuzeigen. Seine Mutter ist verschwunden, und Zuhause ist eine riesige Blutlache auf dem Boden. Di kombiniert sofort: Hier ist ein Mord geschehen. Doch erstmals unterlaufen Di bei der Aufklärung eines Falls Fehler. |
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Der Wandschirm aus rotem Lack
Zürich: Diogenes, 1990. 224 Seiten. 7,90 Euro
Statt nach einer Dienstreise einige Tage Urlaub in Weiping zu genießen, stürzt sich Richter Di in Ermittlungen - es gilt das Verschwinden der Ehefrau seines Amtskollegen Deng aufzuklären. Der bezichtigt sich selbst der Tat, doch Di mag ihm nicht so recht glauben.
Deng bittet Di zudem um Hilfe bei der Klärung des Selbstmordes eines reichen Seidenhändlers. Die Ermittlungen bringen Di und seinen Gehilfen Qiao auf Abwege: Sie ermitteln under cover in der örtlichen organisierten Unterwelt. |
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Der See von Han-yuan
Zürich: Diogenes, 1991. 272 Seiten. 8,90 Euro
Etwas stimmt nicht in Hanyuan. Das merkt Di Renjie schnell nach Antritt seines neuen Amtes als Bezirksrichter. Im See soll es spuken. Menschen, die in seinen Fluten ertrinken, tauchen nie wieder auf - wie der Sohn von Doktor Zhang, der sich in den See stürzt, als seine Braut in der Hochzeitsnacht stirbt.
Doch mehr noch als der Tod von Zhang und seiner Braut beschäftigt Di der Tod einer Tänzerin und die Entführung eines städtischen Würdenträgers. Hat dieser seine Entführung nur vorgetäuscht, um Richter Di in die Irre zu führen und zu verheimlichen, dass er die Tänzerin ermordet hat? Oder sammeln sich hier, nahe der Hauptstadt, wirklich die Drahtzieher einer landesweiten Verschwörung?
In der deutschen Ausgabe fehlen leider die Guliks Illustrationen. Wer dennoch nicht auf die Bilder verzichten möchte, findet sie auf der Website von Christian Weinert.
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Der Affe und der Tiger
Zürich: Diogenes, 1988. 160 Seiten. 7,90 Euro
Der Morgen des Affen
Richter Di sitzt auf dem Balkon, als ein kleiner Affe in den Bäumen des Gerichtsgartens herum turnt und einen goldenen Ring fallen läßt. Di hebt das Schmuckstück auf, um in der Vormittagssitzung dem rechtmäßigen Eingetümer ausfindig zu machen - und sieht sich statt dessen mit dem Mord an einem Apotheker konfrontiert, den er zusammen mit Tao Gan aufklärt.
Die Nacht des Tigers
Die Reise in die Hauptstadt, wo er seinen neuen Posten am Obersten Gerichtshof antreten soll, steht unter keinem guten Stern: Erst wird der Richter von seiner Eskorte getrennt und findet sich in einem Landgut wieder, das, von der Außenwelt in einem Überschwemmungsgebiet abgeschnitten, von Banditen belagert wird. Und nun auch noch das: Als Richter Di und der Hausbesorger des Landgutes den Sargdeckel anheben, liegt im Sarg nicht, wie vermutet, die verstorbene Tochter des Gutsbesitzers Min, sondern eine vermisste Dienerin - ermordet. Di muss sich beeilen mit seinen Ermittlungen, denn die Banditen rüsten zum Angriff.
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Nächtlicher Spuk im Mönchskloster
Zürich: Diogenes, 1990. 192 Seiten.
Seltsames geht in dem Daoisten-Kloster vor, in dem Richter Di, seine Frauen und Tao Gan auf dem Rückweg von einem Aufenthalt in der Hauptstadt vor einem Sturm Schutz suchen. Mehrere junge Frauen, die sich dem Klosterleben widmen wollten, sind verschwunden.
Di vermutet ein Verbrechen, doch er hat nur eine Nacht Zeit, um die Vorfälle aufzuklären. Bei seinen Ermittlungen gerät er selbst in Lebensgefahr - und am Ende droht ihm der Täter sogar zu entwischen.
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Wunder in Pu-yang?
Zürich: Diogenes, 1985. 288 Seiten. 8,90 Euro
Richter Di hat ein neues Amt in Puyang in der Provinz Jiangsu angetreten. Als erstes muss er einen Mordfall lösen, den ihm sein Vorgänger hinterlassen hat, der komplizierter ist, als es zunächst den Anschein hat.
Sehr viel schwieriger hingegen erweisen sich die beiden anderen Fälle, mit denen sich der Richter in seinem neuen Bezirk konfrontiert sieht: Eine ältere Dame übergibt Di ein Konvolut mit Dokumenten, die eine lange Familienfehde mit einem der Honoratioren Puyangs, einem reichen Kaufmann belegen soll. Doch der Richter nimmt sich der Sache an.
Schließlich geht er den seltsamen Vorgängen im Buddhistenkloster vor der Stadt auf den Grund. Geschehen hier wirklich wundertätige Dinge? Oder liegen den Wundern sehr menschliche, kriminelle Taten zugrunde? Richter Di gelingt es, den Fall zu lösen - und bekommt dafür Anerkennung von allerhöchster Stelle.
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Tod im Roten Pavillon
Zürich: Diogenes, 1986. 208 Seiten.
Di Renjie wird in die Hauptstadt beordert, um dort über die Vorgänge im buddhistischen Kloster von Puyang Bericht zu erstatten. Auf dem Rückweg müssen er und sein Gehilfe Ma Yong eine Zwischenstation auf der Paradiesinsel einlegen, einem bekannten Vergnügungsort im Nachbarbezirk von Puyang.
Der dortige Amtsvorsteher bittet den Richter, den Selbstmord eines Akademikers aus der Hauptstadt zu untersuchen. Er soll aus aus verschmähter Liebe zu Herbstmond, der Schönheitskönigin der Insel, aus dem Leben geschieden sein. Doch dann wird auch Herbstmond tot aufgefunden. War wirklich Selbstmord die Todesursache? Richter Di ermittelt - und kommt dabei einem alten Verbrechen auf die Spur.
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Die Perle des Kaisers
Zürich: Diogenes, 1989. 192 Seiten. 7,90 Euro
Es verspricht ein spannendes Finale zu werden, beim Drachenbootrennen zum Laternenfest vor den Toren von Richter Dis Amtssitz in Puyang. Doch dann bricht der Trommler des führenden Bootes kurz vor der Ziellinie zusammen. Herzanfall als Folge von Alkoholgenuss und der Hitze, sagt ein herbeigeeilter Arzt. Der Amtsarzt hingegen stellt fest: Der Mann wurde vergiftet. War es ein Ritualmord zu Ehren der Flussgöttin, der früher an diesem Festtag stets ein junger Mann geopfert wurde?
Doch der Mord an dem Trommler ist nur der Auftakt zu einer ganzen Mordserie. Viele Motive scheinen für die Taten in Frage zu kommen: Betrug, Eifersucht, Habgier und ein lange verloren geglaubtes Schmuckstück: die Perle des Kaisers. Oder ist der legendäre Staatsschatz nur ein Vorwand für ein anderes, schlimmeres Verbrechen? Ein fehlender Stein in seinem Lieblingsspiel bringt den Richter schließlich auf die richtige Spur.
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Halskette und Kalebasse
Zürich: Diogenes, 2004. 192 Seiten. 7,90 Euro
Eine gespentische Szene: Auf dem Rückweg von der Präfektur nach Puyang verirrt sich Richter Di in einem dunklen Wald und begegnet - sich selbst. Der Doppelgänger entpuppt sich als weiser Gelehrter, der den Richter in die "Stadt am Fluss" geleitet, eine kaiserliche Residenzstadt und Sommersitz der Lieblingstochter des Kaisers.
Doch statt sich in der Stadt am Fluss beim Angeln erholen zu können, gerät Richter Di in einen Strudel von Ereignissen: Kaum in der Stadt angekommen, wird er Zeuge, wie ein Toter aus dem Fluss gezogen wird. Dann wird er entführt - und findet sich im kaiserlichen Palast wieder, wo ihn die Prinzessin mit einem sehr heiklen Auftrag betraut: Er soll eine verschwundene Halskette, ein Geschenk ihres Vaters, finden.
Gerade mal zwei Tage bleiben Di, um das wertvolle Schmuckstück aufzuspüren. Und keiner seiner Assistenten steht dem Richter bei diesem vertrackten Fall zur Seite. Dafür erweist sich eine attraktive junge Dame als sehr hilfreich bei den Ermittlungen - und beim Angeln.
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Poeten und Mörder
Zürich: Diogenes, 1988. 208 Seiten. 7,90 Euro
Statt das Mittherbstfest mit seiner Familie bei Mondkuchen zuhause zu verbringen, muss Di Renjie im Nachbarbezirk Qinhua an einer Konferenz mit dem Präfekten teilnehmen. Sein Kollege Lo bemüht sich redlich, zum Trost ein Unterhaltungsprogramm für das Fest auf die Beine zu stellen. Einige der bekanntesten Dichter des Reiches sind geladen - und Di soll klären, ob die Dichterin Yu-lan wirklich ihre Magd getötet hat.
Doch noch während die Vorbereitungen zum Fest im Gange sind, wird ein Student ermordet, und Lo bittet seinen Kollegen, ihm bei den Ermittlungen behilflich zu sein. Wonach suchte der junge Mann aus der Hauptstadt in Qinhua? Welche Rolle spielt sein Vermieter, ein angesehener Teehändler, in dem Fall? Hat einer von Los berühmten Gästen mit dem Mord zu tun?
Die beiden Ermittler müssen ihr ganzes Können aufwenden, um zu beweisen, dass nicht einer der Fuchsgeister, vor denen die Einwohner der Stadt zitttern, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut für die Tat verantwortlich ist.
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Mord im Labyrinth
Zürich: Diogenes, 2000. 320 Seiten. 9,90 Euro
Der Fall um das buddhistische Kloster in Puyang läßt Richter Di nicht los: Einflussreiche Kleriker in der Hauptstadt haben bereits nach zwei Jahren seine Ablösung als Bezirksrichter von Puyang erwirkt (üblich war eine Amtszeit von drei Jahren). Die nächste Station ist Lanfang, eine Stadt im wilden Westen des Reiches.
Kaum im neuen Bezirk angekommen sieht sich der Richter einer Verschwörung gegenüber: Ein örtlicher Usurpator hat die Macht in der Stadt an sich gerissen. Bevor sie sich ihrer eigentlichen Arbeit widmen können, müssen Richter Di und seine Gehilfen zuerst die Ordnung in der Bezirkshauptstadt wieder herstellen - was sich als einfacher erweist, als es zunächst den Anschein hat.
Doch zwei weitere Morde, einer davon an einem bekannten General im Ruhestand, strapazieren den Verstand von Richter Di so sehr, dass er fast seinen Beruf an den Nagel hängt.
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Das Phantom im Tempel
Zürich: Diogenes, 1989. 208 Seiten. 7,90 Euro
Alles beginnt mit einem Geburtstagsgeschenk für Dis erste Frau: In dem kleinen Ebenholzkästchen mit der Jade-Schnitzerei auf dem Deckel findet der Richter einen Zettel mit einem Notruf: Eine junge Frau schreibt, sie sei entführt worden, und bittet um Hilfe. Der Richter forscht nach und findet heraus, dass die junge Frau bereits vor einem halben Jahr verschwunden ist - kurz nachdem einem kaiserlichen Bote in Lanfang eine Ladung mit 50 Goldbarren entwendet wurde.
Obwohl sich Diebstahl und Entführung in der Amtszeit seines Vorgängers ereigneten, will Richter Di die Frau befreien und das Gold finden. Die Spur führt zu einem Tempel außerhalb der Stadt, in dem ein Geist sein Unwesen treiben soll. Doch offensichtlich sind noch andere hinter dem wertvollen Diebesgut her. Denn schon bald finden die Ermittler eine Leiche und geraten zudem selbst in höchste Gefahr.
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Nagelprobe in Pei-tscho
Zürich: Diogenes, 1991. 240 Seiten. 7,90 Euro
Mekwürdiges geschieht in Beizhou: Erst verschwindet die Tochter eines örtlichen Honoratioren am hellichten Tag unter den Augen ihrer Anstandsdame. Dann wird die Frau eines Handwerkers enthauptet aufgefunden. Zumindest dieser Fall scheint einfach zu sein: Der Mann der Ermordeten verließ am Tage zuvor Hals über Kopf die Stadt. Aber hat er wirklich seine Frau getötet? Oder verbirgt sich hinter der kopflosen Leiche noch viel mehr?
Während der Richter noch grübelt, stirbt ein bekannter Boxer im Badehaus durch Gift. Eine Spur, die der Sterbende noch legen kan, weist auf eine Frau - doch haben die Gehilfen des Richters nicht gesagt, dass der Boxer wie ein Mönch gelebt hat? Richter Dis schwierigster Fall - denn seine Verdächtige ist offensichtlich unschuldig, und eine falsche Anklage kann einen Beamten den Kopf kosten. Kurz bevor die Bürger von Beizhou ihn absetzen, kann er den Mord an dem Boxer aufklären. Doch die Lösung des Falles stellt den unbestechlichen Beamte vor eine schwere Entscheidung zwischen Pflichterfüllung und Gefühl.
Dass Di am Ende zum Präsidenten an den Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt berufen wird, tröstet ihn nur wenig über den Verlust eines seiner Mitarbeiter hinweg.
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Mord nach Muster
Zürich: Diogenes, 1989. 208 Seiten. 8,90 Euro
Ausnahmezustand in Chang'an: Die Pest wütet in der Hauptstadt. Der Kaiser und sein Hofstaat sind aufs Land geflohen, und Di soll als Notstandsgouverneur die Ordnung aufrecht erhalten. Eine Aufgabe, die die ganze Kraft des Richters und seiner Gehilfen erfordert: Die Versorgung der Bürger ist nur schwer aufrecht erhalten. In der Bevölkerung rumort es, aufrührerische Straßenkehrer, die eigentlich die Toten beseitigen sollen, bereiten einen Aufstand vor. Doch damit nicht genug, werden auch noch die Häupter von zwei der vornehmsten Familien ermordet.
Der Richter zeigt sich jedoch den Anforderungen seines neuen Amtes gewachsen - und schließlich gibt es sogar ein Happy End für einen seiner Getreuen. |
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Mord in Kanton
Zürich: Diogenes, 1988. 256 Seiten.
Der Richter, Qiao Tai und Tao Gan in geheimer Mission in Kanton. Zwei hohe Beamte aus der Hauptstadt sind verschwunden. Die Spur führt in den Süden des Reiches. Doch kaum nehmen sie ihre Ermittlungen auf, wird der erste Vermisste tot aufgefunden, bald darauf auch der zweite.
Weshalb reisten die beiden gleich nach ihrer Rückkehr in die Hauptstadt wieder nach Kanton? Planten sie ein Komplott? Oder wollten sie eines verhindern und wurden von den Gegenseite auf dem Weg geräumt? Welche Rolle spielt Mansur, der undurchsichtige Anführer der arabischen Gemeinde, in dem Spiel? Die Angelegenheit wird immer undurchsichtiger, und den Ermittlern wird schnell klar, dass ihre Identität von zwei verfeindeten Parteien aufgedeckt worden ist.
Im seinem letzten Fall muss Richter Di nochmal sein ganzes kriminalistisches Können aufbieten, um den Mord an den beiden Beamten aufzuklären. Doch bevor der Richter in die ferne Hauptstadt zurückkehren kann, erfüllt sich eine alte Prophezeiung und zu seiner großen Bestürzung verliert er einen seiner langjährigen Weggefährten. |
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